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Israelische General­­konsulin zu Besuch an der UniBw M

Die israelische Generalkonsulin Carmela Shamir besuchte am 20. Juni die Universität der Bundeswehr München

Sie wurde begleitet vom Wirtschaftsattaché Doron Hemon und der Referentin für Innovation und Forschung Ronja Billik. Ziel des Treffens war es, die Gäste über die zahlreichen Projekte, Initiativen und Aktivitäten im Bereich Weltraum zu informieren, darunter auch das Projekt SeRANIS.

Die Gäste wurden empfangen von der Präsidentin Prof. Merith Niehuss, der Vizepräsidentin für Angewandte Wissenschaften, Entrepreneurship und Chancengerechtigkeit Prof. Rafaela Kraus sowie Prof. Roger Förstner, Sprecher des Forschungszentrums SPACE, Projektleiter des Space Segments bei SeRANIS und Inhaber der Professur für Weltraumtechnik.


Forschungs­zentrum SPACE und SeRANIS

Nach einführenden Worten der Präsidentin stellte Prof. Förstner das Forschungszentrum SPACE vor und betonte, dass „raumfahrtbasierte Dienste in unserem täglichen Leben nahezu unverzichtbar geworden sind“. Das moderne Leben sei hochgradig von diesen Diensten aus dem Orbit abhängig – im zivilen, militärischen und hoheitlichen Bereich. Die Universität der Bundeswehr München trage dieser hohen Relevanz Rechnung und widme sich in Forschung und Lehre umfassend der Raumfahrt und den damit verknüpften Diensten und Anwendungen.

Neben dem Forschungszentrum SPACE stellte Prof. Förstner auch das Projekt SeRANIS vor, das vom Zentrum für Digitalisierung und Technologieforschung der Bundeswehr finanziert wird. Ziel ist es, im Rahmen einer system- und plattformübergreifenden Architektur den Nutzen und die technologische Reife von weltraumbasierten Schlüsseltechnologien der Digitalisierung zu untersuchen und zu demonstrieren.

„Als zentrales Element dient eine Kleinsatellitenmission, um die herum Missionsplanung, Bodenstationen und Auswertezentren entworfen werden“, so Prof. Förstner. Im Gegensatz zu isolierten Forschungen an Einzeltechnologien, werden die Potenziale eines Netzwerks von Netzwerken betrachtet und dabei wird nach dem Prinzip „vom Einsatz herdenken“ der Nutzer laut Prof. Förstner in den Fokus gestellt. Es soll eine Technologieplattform entstehen, an die sich Wissenschaftler aller digitalisierungsrelevanter Disziplinen forschend ankoppeln können und die zugleich als Demonstrator für interessierte Nutzer dienen wird, die sich über Einsatzmöglichkeiten und Leistungsmerkmale neuer Technologien informieren wollen. „Innerhalb von SeRANIS wird eine Vielzahl von Technologien kohärent kombiniert und zum Einsatz gebracht. Daraus entsteht ein vollkommen neuartiger Ansatz für Digitalisierung vom und im Weltraum“, erläuterte Förstner.


Weitere Themen des Treffens

Anschließend präsentierte Prof. Kraus gemeinsam mit Stephanie Wißmann die Initiative „SpaceFounders“, dessen Grundstein das Entrepreneurship- und Intrapreneurship-Programm an der Universität der Bundeswehr München, founders@unibw, und CNES, das französische Nationale Zentrum für Weltraumstudien, bilden. Beide starten gemeinsam „SpaceFounders“, einen deutsch-französischen Accelerator für europäische Space-Tech-Start-ups.

Als exemplarisches Beispiel für ein erfolgreiches Start-up im Bereich der Raumfahrt stellte der CEO Kai-Uwe Storek die NEOSAT GmbH vor. Das Start-up entwickelt Lösungen für die Satellitenkommunikation in der 5G-Ära. Die Mehrantennentechnologie (MIMO) ist dabei ein zentrales Element des neuen Mobilfunkstandards 5G. NEOSAT überträgt dieses Verfahren in die Satellitenkommunikation und ermöglicht damit Satellitenbodenstationen, ihren Durchsatz und ihre Verfügbarkeit signifikant zu steigern.

Um Teile dieser Infrastruktur auch in live sehen zu können, stand zum Abschluss noch der Besuch des sog. Antennenfeldes auf dem Programm. Juniorprof. Christian Hofmann erläuterte die Bedeutung einer solchen bodengebundenen Infrastruktur für eine erfolgreiche und innovative Satellitenkommunikation. Alle Beteiligten waren sich am Ende des Besuchs einig, dass eine intensivere Zusammenarbeit zwischen der Universität der Bundeswehr München und israelischen Institutionen für beide Seiten von Vorteil und ein großes Potenzial vorhanden ist.

Den Originalartikel können Sie hier nachlesen.

Titelbild (v. r. n. l.): Juniorprof. Christian Hofmann, Vizepräsidentin Prof. Rafaela Kraus, Generalkonsulin Carmela Shamir, Prof. Roger Förstner, founder Kai-Uwe Storek, Wirtschaftsattaché Doron Hemon, Referentin Ronja Billik (© UniBw M / Siebold)